Alphorn- und Büchelspiel


Beschreibung

Das Alphorn gilt als schweizerisches Nationalinstrument und als Symbol der Milchwirtschaft. Es hat seine Form von einer am Hang und daher krumm gewachsenen Tanne. Heute schnitzt man verleimte Holzstücke zurecht, halbiert den Rohling, höhlt die Hälften aus, setzt sie zusammen und umwickelt die Röhre. Ein hölzernes Mundstück erleichtert die Erzeugung der Naturtöne. Unter ihnen wird das «Alphorn-Fa», ein physikalisch gegebener Zwischenton als «falsch» empfunden. Der Klang des Alphorns und des trompetenähnlich gewundenen, in der Innerschweiz beliebten Büchels erzeugen einen berührenden, warmen Klang. Alphörner werden von Amateuren solistisch, im Duo, Trio, Quartett oder im Chor und von Berufsmusikern und Berufmusikerinnen zur Begleitung eines Sinfonieorchesters, der Kirchenorgel, im Pop, Jazz und Rock, in der Naturtonbewegung und in der experimentellen Volksmusik geblasen. Seit 1910 wird die Alphorntradition durch den «Eidgenössischen Jodlerverband» in Kursen gefördert.

Bildergalerie

  • Versammelte Alphörner warten auf ihren Einsatz © Eidgenössischer Jodlerverband
  • Alphorndarbietung vor dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern © Susi Garlando/Alphornvereinigung Pilatus, Kriens
  • Alphörner auf Wanderschaft durch die Stadt Luzern © Susi Garlando/Alphornvereinigung Pilatus, Kriens
  • Alphornbläser am Umzug des Zentralschweizerischen Jodlerfest 2012 in Lachen SZ © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornvortrag am Zentralschweizerischen Jodlerfest 2012 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornbläser spazieren durch Interlaken am Eidgenössischen Jodlerfest 2011 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornbläser und Fahenenschwinger am Eidgenössischen Jodlerfest 2011 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornquartett in der Stadt
  • Alphornsextett mit Bergkulisse © A. Hug, Frutigen
  • Alphornbläser im Festspiel anlässlich des Eidgenössischen Jodlerfestes 1924 in Basel
  • Geysler, jun.: «Der Giessbach und die Sänerfamilie [Kehrli]» (Radierung um 1830)
  • J. F. Lamy: Illustration in «La fête des bergers d'Unspunnen» (Bern/Basel 1805)
  • Daniel Lindtmayer: Käsebereitung (Detail einer Federzeichnung, 1602)
  • «Alphornwald» in Mürren © Wolfgang Häuptli, 2011
  • Bis um 1970 fertigte man Alphörner aus krumm gewachsenen Tannen, seither aus zusammengesetztem Holz © Peter Studer
  • Im Vordergrund Doppelbüchel, rechts zwei Krummbüchel © Martine Bally, 2011
  • Alphorn von Bruno Weber © Martine Bally/Bruno Weber Skulpturenpark
  • Alphornblasen an der Hochschule Luzern, die schweizweit einmalig eine Volksmusikausbildung anbietet © Reflector Visuelle Gestaltung Luzern
  • Versammelte Alphörner warten auf ihren Einsatz © Eidgenössischer Jodlerverband
  • Alphorndarbietung vor dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern © Susi Garlando/Alphornvereinigung Pilatus, Kriens
  • Alphörner auf Wanderschaft durch die Stadt Luzern © Susi Garlando/Alphornvereinigung Pilatus, Kriens
  • Alphornbläser am Umzug des Zentralschweizerischen Jodlerfest 2012 in Lachen SZ © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornvortrag am Zentralschweizerischen Jodlerfest 2012 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornbläser spazieren durch Interlaken am Eidgenössischen Jodlerfest 2011 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornbläser und Fahenenschwinger am Eidgenössischen Jodlerfest 2011 © Annalies Studer/Zeitschrift Schwingen Hornussen Jodeln
  • Alphornquartett in der Stadt
  • Alphornsextett mit Bergkulisse © A. Hug, Frutigen
  • Alphornbläser im Festspiel anlässlich des Eidgenössischen Jodlerfestes 1924 in Basel
  • Geysler, jun.: «Der Giessbach und die Sänerfamilie [Kehrli]» (Radierung um 1830)
  • J. F. Lamy: Illustration in «La fête des bergers d'Unspunnen» (Bern/Basel 1805)
  • Daniel Lindtmayer: Käsebereitung (Detail einer Federzeichnung, 1602)
  • «Alphornwald» in Mürren © Wolfgang Häuptli, 2011
  • Bis um 1970 fertigte man Alphörner aus krumm gewachsenen Tannen, seither aus zusammengesetztem Holz © Peter Studer
  • Im Vordergrund Doppelbüchel, rechts zwei Krummbüchel © Martine Bally, 2011
  • Alphorn von Bruno Weber © Martine Bally/Bruno Weber Skulpturenpark
  • Alphornblasen an der Hochschule Luzern, die schweizweit einmalig eine Volksmusikausbildung anbietet © Reflector Visuelle Gestaltung Luzern

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Brigitte Bachmann-Geiser: Das Alphorn. Vom Lock- zum Rockinstrument. Mit Beiträgen von Hans-Jürg Sommer, Rolphe Fehlmann, Res Margot und Matthias Wetter. Bern, 1999

  • Rudolf Gallati, Christoph Wyss: Unspunnen. Die Geschichte der Alphirtenfeste. Unterseen, Interlaken, 1993

  • Pierre Grandjean: Le Cor des Alpes. Lausanne, 2011

  • Dieter Ringli: Schweizer Volksmusik. Von den Anfängen um 1800 bis zur Gegenwart. Altdorf, 2006

  • Franz Schüssele: Alphorn und Hirtenhorn in Europa. Hölzerne Hörner von der Schweiz bis nach Schweden, von Russland bis Rumänien in Geschichte und Gegenwart. Friesenheim, Buchloe, 2000

  • Hans-Jürg Sommer: S’Büchel-Büechli. Melodien aus der Tradition geschöpft für Büchel, Oensingen 1995

  • Hans-Jürg Sommer: Eine Auswertung und Interpretation historischer Quellen zur Alphornmelodik. Oensingen, 2010

  • Charlotte Vignau: On Swissness in Alphorn Performance. In: Bulletin. Informationsblatt der GVS/SMPS und der CH-EM. Altdorf, 2009, p. 56-71

Multimedia
  • Zur Ehre des Alphorns – A la gloire du cor des Alpes – In Praise of the Alphorn. Mit einem Kommentar von Brigitte Bachmann-Geiser. Pully, 1989 (Compact Disc)

  • Stefan Schwietert: Das Alphorn. Musik der Alpen. Zürich, 2003 (DVD)

  • Grüezi mitenand 
    50 Jahre NWS Alphorn-Vereinigung, mit 24 verschiedenen Alphornformationen
    © Peter Baumann 
    Peter Baumann spielt seine Solo-Komposition «Grüezi mitenand».
    Ref. Schweizerische Nationalphonothek : CD42134 T. 9

  • Lioba
    Hornroh: Findling
    In «Lioba» des Ensembles «Hornroh» sind traditionelle Instrumente in ungewohnter Weise zu hören
    Ref. Schweizerische Nationalphonothek: CD61370 T. 2

  • La boîte à canards (Alphorntrio Les Muverans)
    Alphorn in Concert, Oensingen 2004, Vol. 2.  
    © Willy Cevey
    Das Ensemble «Les Muverans» präsentiert harmoniereiche Alphornmusik im Stück «La boîte à canards»
    Ref. Schweizerische Nationalphonothek : CD30822 T. 3

  • Moos-Ruef
    Klangwurzeln (Alphornduo Emil Frei - Hans-Jürg Sommer), 1996 
    © Hans-Jürg Sommer
    Das Stück «Moos-Ruef» von Hans-Jürg Sommer gilt als Klassiker unter den Alphornstücken
    Ref. Schweizerische Nationalphonothek : CD12497 T. 2

Dossier